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Garantie und Zertifizierung

Mögliche neue Quelle für Paraíba-Turmalin in Äthiopien

Es scheint ein neuer Fundort eines der beliebtesten Edelsteine der Welt entdeckt worden zu sein.

Das Swiss Gemmological Institute (SSEF) untersucht derzeit verschiedene kupferhaltige Turmaline, die möglicherweise aus einem neu entdeckten Fundort in Äthiopien stammen. 

Eine endgültige Herkunftsbestimmung ist derzeit noch nicht möglich.

Kupferhaltiger Turmalin ist besser bekannt als Paraíba-Turmalin. 

Der Stein wurde Ende der 1980er Jahre erstmals in Brasilien, im Bundesstaat Paraíba, gefunden. Besonders die sehr klaren, fast leuchtenden blauen und blaugrünen Farben machten den Edelstein schnell begehrt. 

Der auffällige Glanz entsteht durch das im Kristallgitter des Turmalins enthaltene Kupfer.

Die brasilianische Produktion blieb jedoch begrenzt, weshalb spätere Funde Anfang dieses Jahrhunderts in Nigeria und Mosambik für die Edelsteinwelt so wichtig waren. 

Vor allem Mosambik entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem großen Lieferanten kupferhaltiger Turmaline, mit größeren Mengen und manchmal sogar Steinen außergewöhnlicher Größe.

Der mögliche Fund in Äthiopien ist daher sehr interessant und könnte eine neue Entwicklung innerhalb einer relativ kleinen Gruppe bekannter Herkunftsorte darstellen. 

Gleichzeitig wirft dies auch Fragen für Labore und Händler auf. Die Herkunft von Paraíba-Turmalin spielt oft eine Rolle bei Bewertung, Zertifizierung und Verkauf.

Das SSEF betont jedoch, dass noch weitere Untersuchungen notwendig sind. 

Die kürzlich untersuchten Steine zeigen in ihrer chemischen Zusammensetzung Ähnlichkeiten mit kupferhaltigen Turmalinen aus bestehenden Fundorten, vor allem aus Brasilien. 

Dadurch ist es nicht immer einfach, mit Sicherheit festzustellen, woher ein bestimmter Stein genau stammt.

In der kommenden Zeit konzentriert sich die Forschung darauf, dieses vermutlich äthiopische Material besser zu erfassen. Durch die Analyse weiterer Steine hoffen die Forscher, unterscheidende Merkmale zu finden, die helfen können, äthiopische kupferhaltige Turmaline in Zukunft besser zu erkennen.

Ob Äthiopien tatsächlich einen festen Platz neben Brasilien, Nigeria und Mosambik einnimmt, wird sich noch zeigen müssen. 

Es steht jedoch fest, dass die Meldung erneut auf einen besonderen Edelstein aufmerksam macht, der fast vierzig Jahre nach der ersten Entdeckung immer noch Überraschungen bereithält. 

Quellen: Dieser Artikel basiert auf Informationen, die zuvor veröffentlicht wurden von SSEF de Schmuck Ausblick.

 

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